Bei gescannten Fotografien ist es häufig notwendig, die Fotos noch einmal nachzuschärfen. Aber auch bei digital gemachten Aufnahmen kann oft durch ein Scharfzeichnen die Qualität des Fotos verbessert werden. Dafür ist der Menüpunkt Filter::Verbessern::Schärfen zuständig.

Der sich anschließende Dialog enthält einen Schärferegler (mit möglichen Werte zwischen 0 und 99) und einen Bereich in dem man das Resultat der Einstellung gleich kontrollieren kann. Diesen Vorschaubereich sollte man mit den Schiebereglern auf einen repräsentativen Ausschnitt des Bildes fokusieren. Ich verwende für ein bisschen mehr an Schärfe Werte zwischen 10 und 20 und für wirklich scharfe Bilder 30 bis 35. Diese Werte hängen natürlich auch von der Qualität des Ausgangsbildes ab. Man muss allerdings bedenken, dass bei einem höheren Grad an Schärfe und zunehmender JPG-Kompression unschöne Schliereneffekte auftreten, die sich oft erst nach dem Speichern und erneuten Öffnen der Datei erkennen lassen. Hier muss man einfach etwas Experimentierfreudigkeit an den Tag legen. Dabei einfach mal die Schärfe-Einstellung auf das ganze Bild anwenden und das Resultat betrachten. Durch die mehrstufige Undo-Funktion von GIMP können die Änderungen problemlos wieder rückgängig gemacht werden.

Diese Anleitung wurde unter Verwendung von GIMP 2.0.1 erstellt bzw. bezieht sich auf dieselbige Programmversion.