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Nach dem das Foto nun geschossen wurde und die Aufnahme »im Kasten ist« muss man sich nun darum kümmern, wie man sie aus eben diesem Kasten heraus bekommt. Und damit nicht genug, müssen doch unter Umständen noch nachträglich Korrekturen an dem Bild vorgenommen werden oder ein Abzug erstellt werden. Was dabei dem analogen Fotografen die Dunkelkammer ist, ist seinem digitalen Pendant der Computer. – Diese Seite beschäftigt sich mit solchen Fragestellungen.
Anfangs habe ich immer die serielle Schnittstelle zum download der Bilder verwendet. Diese ist aber sehr langsam (115 KBit/Sek.) und nervt somit bereits nach kurzer Zeit. Besser wäre da schon die USB-Schnittstelle gewesen (12 MBit/Sek., sind ca. 1,5 MByte), die ich aber wegen mangelnder Unterstützung durch mein Betriebssystem Windows NT nicht benutzen kann. Eine weitere Alternative wäre ein externes CF-Lesegerät an der parallelen Schnittstelle (1 MByte/Sek.), welches allerdings mit ca. 77 € zu Buche schlägt. Preisgünstiger ist da für einen Notebook-Nutzer die erwähnte CF-Adapter-Karte (und schneller: bis zu 8 MByte/Sek.). Im Fotofachhandel habe ich eine Karte von der Firma Pixo Media für 25 € gefunden (bei MediaMarkt hat das Modell von Hama 50 €, also doppelt so viel, gekostet! · Stand: September 2000).
Häufig trifft man bei Produktbeschreibungen von Digitalkameras auf diverse unterstützte Standards. Für den normalen Gebrauch der Kamera sind sie nicht von allzu großer Bedeutung, zumal sie sowieso von fast allen Herstellern unterstützt werden. Teilweise kann es aber doch mal interessant sein, zu wissen, was sich hinter den Bezeichnungen und Kürzeln verbirgt (insbesondere bei einem Gespräch mit einem fachsimpelnden Fotofachverkäufer :-) JPEG ist eine nicht verlustfreie Kompressionsmethode für Bilder, standardisiert im August 1990 von der ISO in dem Dokument ISO/IEC 10918-1 (Information technology – Digital compression and coding of continuous-tone still images: Requirements and guidelines). JFIF, was die meisten meinen, wenn sie von »JPEG« reden, ist dagegen ein Dateiformat zum Transport von einzelnen JPEG-komprimmierten Bildern. Entwickelt wurde das Format von der Independent JPEG Group (IJG). Die JPEG Kompression wurde auch bei der International Telecommunication Union (ITU) unter der Recommendation T.81 (09/92) Information technology – Digital compression and coding of continuous-tone still images – Requirements and guidelines publiziert. Beim W3C ist sowohl die DPOF (digital print order format)
Von der Fotoindustrie eingeführtes Format für die Spezifikation von Druckaufträgen. Dabei werden für den Druck relevante Informationen direkt mit auf den Speicher-Chip der Kamera geschrieben (z.B. CompactFlash oder SmartMedia), von wo aus sie zusammen mit den Bilddaten von Druckern, Kopierern oder ähnlichen Geräten direkt (ohne dass ein Computer erforderlich ist) verarbeitet werden können. Der Standard unterstützt die folgenden Charakteristika: Selektion der zu druckenden Bilder, Mengenangaben für jedes zu druckende Bild, Indexdruck, Bildrotation, Benutzerinformationen (Name, Adresse, etc.) und Bildinformationen (Titel, Beschreibung). Eine Zusammenfassung der Spezifikation (Version 1.10 vom 17. Juli 2000) kann auf der Official Web Site bei Panasonic entweder Online eingesehen werden oder als Von der JEIDA¹ (Japan Electronic Industry Development Association) entwickelter Standard zur Festlegung des Aufbaus der Dateistruktur auf dem Speichermedium der Digitalkamera sowie der Benennung der darin abgelegten Bilddateien. Der Standard legt dabei für die eigentliche Speicherung das in der Exif-Spezifikation definierte Format zugrunde. Die JEIDA Spezifikation Version 1.0 vom Dezember 1998 (JEIDA-49-2-1998) ist als Von der JEIDA¹ (Japan Electronic Industry Development Association) entwickelter Standard für ein Dateiformat für Digitalkamerabilder. Dabei enthält die Bilddatei neben den eigentlichen Bilddaten auch Kommentarfelder und Informationen über Kameraeinstellungen wie zum Beispiel die Belichtungszeit, verwendete Lichtquelle, Blende, Entfernung zum Objekt, usw. Die JEIDA Spezifikation Version 2.1 vom 12. Juni 1998 (JEIDA-49-1998) ist als Ein freier Basiert auf dem JPEG/JFIF Dateiformat und spezifiziert genauso wie DCF eine Namenskonvention und Verzeichnisstruktur für Digitalkamera-Speichermedien (SmartMedia, CompactFlash, etc.) zum Austausch mit anderen Geräten. CIFF ist ein Vorläufer von DCF und wird durch dieses ersetzt werden. ¹ Die JEIDA ging am 1. November 2000 in einem Merger zusammen mit der Electronic Industries Association of Japan (EIAJ) über in die Japan Electronics and Information Technology Industries Association (JEITA). Für die Archivierung von digitalen Fotos bietet der Markt eine Vielzahl von Programmlösungen in den verschiedensten Preisklassen und mit unterschiedlichsten Umfängen an. So beeindruckend deren Such- und Verwaltungsfunktionen auch sind, schreckt mich neben dem teils nicht ganz unerheblichen Anschaffungspreis vor allem eine Tatsache vor dem Kauf bzw. dem Einsatz eines solchen Programms ab: die proprietäre Umsetzung dieser Lösungen. In den überwiegenden Fällen benutzen die Hersteller nämlich ein eigenes Datenformat und eigene Datenbanken/Indizes um die (zusätzlichen) Bildinformationen abzulegen. Mal davon abgesehen werden mir oft Bildattribute vorgegeben, welche ich gar nicht brauche, dafür andere, welche für mich unabdingbar sind, hingegen gar nicht berücksichtigt. Da stellt sich mir die generelle Frage, wie es mit der Langzeitarchivierung der Fotos bzw. den zusätzlich gepflegten Informationen aussieht. Was passiert, wenn ich – aus was für Gründen auch immer – zu einem Betriebssystemwechsel (Upgrade) »gezwungen« werde und unter dem neuen Betriebssystem meine bis dato eingesetzte Bildarchivierungs-Software nicht mehr läuft? Oder was passiert, wenn ich mich gänzlich entschließe die Betriebssystemplattform zu wechseln (z.B. von Windows auf Linux)? Was ist dann mit meinen ganzen, über die Jahre, für tausende und abertausende von Fotos mühevoll in die Archivierungs-Software eingegebenen zusätzliche Daten – zusätzlich zu den EXIF-Informationen? Sind die dann mit einem Mal nicht mehr brauchbar? Mich darauf zu verlassen, dass der Hersteller meiner Archivierungs-Software, auch Programmversionen für die neuen Betriebssystemversionen bzw. andere Plattformen anbietet, scheint mir etwas gewagt, mal ganz davon abgesehen, dass es in der Schnelllebigkeit der IT-Branche diesen Hersteller morgen schon gar nicht mehr geben könnte. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, nur auf solche Formate und Standards zu setzen, deren Abschaffung ich als sehr unwahrscheinlich halte, oder aber bei denen ich annehme, dass sie aufgrund ihrer großen Verbreitung nicht einfach mir nichts, dir nichts verschwinden¹ und es zumindest eine Übergangsphase geben wird, in der man (automatisiert) die alten Formate in die neuen transformieren kann. Hinzu kommt noch, dass ich persönlich keine dieser High-Tech-Funktionen der kommerziellen Bildarchivierungsprogramme wie z.B. Bildähnlichkeitssuchen benötige, so dass ich mich bei meiner Lösung auf eine ganz einfache und rudimentäre Umsetzung beschränken kann. ¹ Jetzt mag einer anführen, dass aufgrund der großen Verbreitung von Microsoft Windows dessen Abwärtskompatibilität immer gewährleistet sein wird und ich daher bis in alle Ewigkeit meine einmal für dieses Betriebssystem gekaufte Bildarchiv-Software einsetzen kann. Wenn ich mir da allerdings die derzeit aktuellen Diskussionen um die Einführung des Windows XP Service Packs 2 anschaue, wo durch die Einführung einer neuen Speicherverwaltung zwar das Sicherheitsrisko drastisch reduziert wird, dadurch aber die Abwärtskompatibilität nicht mehr gewährleistet werden kann, bin ich etwas vorsichtig mit dem grenzenlosen Vertrauen in einen einzigen Hersteller. Als Informatiker (mit Kenntnissen von Programmier- und Skriptsprachen) bin ich jetzt nicht so sehr darauf angewiesen, eine "schlüsselfertige" Lösung kaufen zu müssen. Daher habe ich mir ein eigenes, recht pragmatisches und für mich relativ einfach zu handhabendes System überlegt und umgesetzt, welches ich hier nun vorstellen möchte. Um den an dieser Lösung interessierten Leser nicht durch die nun folgende detailierte Beschreibung der einzelnen Punkte und insbesondere der zugrundeliegenden Überlegungen (Darlegung der Vorteile) länger auf die Folter zu spannen, soll hier vorab eine kurze grafische Übersicht meines Archivierungskonzeptes dargestellt werden:
Kernbestandteil sind die Fotos im JPG-Format. JPG ist ein hersteller- und plattformunabhängiges Bildformat, welches ich daher und aufgrund seiner immensen Verbreitung als sehr zeitkonstant ansehe (z.B. im Sinne einer Abwärtskompatibilität von Bildbearbeitungsprogrammen, welche dieses Dateiformat lesen können; nicht zu verwechseln mit oben angesprochener Abwärtskompatibilität eines Betriebssystem, was sehr viel aufwändiger ist, da dort eine ganze Architektur abwärtskompatibel sein muss, während im Fall eines Grafikformates nur ein bestimmter Filter realisiert werden muss). Sollte es dennoch passieren, dass JPG von den Programmen nicht mehr unterstützt wird, weil es etwas besseres gibt (z.B. JPG2000), wird es wegen seiner großen Verbreitung Konvertierungsprogramme geben, mit denen man den alten Bildbestand automatisiert in das neue Format überführen kann (im Fall von JPG2000 würde das sogar jetzt schon z.B. mit IrfanView möglich sein). Neben der Ablage der grafischen Bildinformationen sind der zweite Bestandteil meiner Archivierung die Speicherung der textuellen Bildinformationen. Hier setzte ich auf den guten alten American standard code for information interchange, kurz ASCII. Lässt sich prima zwischen verschiedenen Betriebssystemplattformen transformieren und kann mit einem ganz einfachen Editor oder jeder beliebigen Textverarbeitung bearbeitet werden. Um die Textinformationen zu strukturieren verwende ich XML (extensible markup language): ich habe eine XML-Datei, in der ich mit einem normalen Editor für alle Bilder alle zusätzlichen Informationen pflege/eingebe, welche nicht bereits in den jeweiligen Exif-Daten direkt in der JPG-Datei enthalten sind (für den Aufbau und den Inhalt der XML-Datei siehe unten). Für die Exif-Informationen selbst gilt das gleiche wie oben bereits für das JPG-Format angeführt: sollte Exif irgendwann einmal unvorhergesehener Weise nicht mehr unterstützt werden, so habe ich heute schon ein kleines Java-Programm parat, mit dem ich diese Daten aus den JPG-Dateien extrahieren und in meine eigene XML-Datei integrieren kann (womit die Informationen nicht verloren gingen). Nachdem die Bilder und ihre Informationen nun gespeichert/archiviert und katalogisiert sind, gilt es als nächstes auf diesem Datenbestand zu suchen. Persönlich habe ich keine allzu hohen Anforderungen an eine Suchfunktion, da ich aufgrund der von mir gewählten Verzeichnisstruktur, die meisten Bilder eh recht schnell ohne explizite Suche finde. Dabei nutze ich ausgiebig die sogenannte Miniaturansicht des Windows (Datei-)Explorers, welche ab Windows 2000 verfügbar ist. Bei dieser Ansicht werden die (Bild-)Dateien eines Verzeichnisses in frei definierbarer Größe als kleine Vorschaugrafiken angezeigt. Auf diese Weise lässt sich der Bildbestand schnell und bequem durchstöbern (genau die gleiche Funktion wird auch von diversen Bildbetrachtungsprogrammen wie IrfanView angeboten). Bei der Wortsuche beschränken sich meine Anforderungen vornehmlich auf das Suchen innerhalb der zusätzlichen Daten, welche in der XML-Datei abgelegt sind, also z.B. die Motivbeschreibung, den Aufnahmeort oder bestimmte Personen; das kann ich bequem mit der Suchfunktion meines ASCII-Editors machen. Suche ich dann basierend auf diesem Ergebnis weiter nach einem bestimmten Dateinamen, einem Namensfragment oder Bildern, welche an einem bestimmten Datum gemacht wurden, so nutze ich abermals den Windows-Explorer: diesmal seine Suchfunktion (Drücken von F3). Auf das Suchergebnis kann man dann wieder die Miniaturansicht anwenden, so dass man gleich einen Blick auf die gefundenen Bilder werfen kann. Einzige Suche, welche ich derzeit mit diesem System nicht direkt abdecken könnte, wäre die Suche in den Exif-Informationen, deren Notwendigkeit sich bei mir allerdings bisher noch nicht ergeben hatte (habe noch nie eine Suchanfrage benötigt wie z.B.: suche mir alle Fotos, die mit Blende 5.6 aufgenommen wurden). Sollte ich irgendwann einmal zu der Erkenntnis kommen, dass diese Lösung für mich nicht mehr ausreichend ist, weil ich z.B. eine bessere Suchfunktion oder eine andere Darstellung der Bilder mit ihren Informationen benötige, so habe ich mir durch diese Lösung nichts verbaut: mittels XSLT und unter Zuhilfenahme kleiner, einfacher Java-Programme kann ich mir die Bilddaten in nahezu jedes beliebige Format transformieren und die Informationen somit weiterhin nutzen (natürlich nur, sofern der Aufbau des Zielformates genauestens bekannt ist). So könnte man sich beispielsweise vorstellen, dass ich mir mit einem enstsprechenden XSLT-Skript (geschätzer Aufwand zur Erstellung desselbigen: ca. 15 Minuten) die ganzen Fotoinformationen in SQL-Anweisungen übersetzen lasse, mit denen ich eine Datenbank füllen kann, auf welcher dann Suchanfragen mittels SQL durchgeführt werden könnten. Für diejenigen, welche sich mit XML ein wenig auskennen, folgt schließlich noch wie angekündigt eine Beschreibung des Aufbaus meiner Archiv-/Katalogdatei². Das Grundgerüst für jeden Fotoeintrag sieht dabei wie folgt aus (ein ausgefülltes Beispiel folgt weiter unten): ² Datums- und Zeitangaben erfolgen in der Darstellung der ISO 8601 von 1992; das Datum in dem erweiterten Format mit Mittelstrich als Trennzeichen, die Uhrzeit mit Angabe der Differenz zu UTC (coordinated universal time; diese kann vereinfacht gesehen mit GMT, Greenwich mean time, gleichgesetzt werden; Normalzeit in Deutschland ist +01:00, Sommerzeit in Deutschland ist +02:00).
Obige Beschreibung geht davon aus, dass alle Informationen für ein Bild vorliegen; sollte dies nicht der Fall sein, oder bestimmte Attribute/Elemente bei einem Foto keinen Sinn machen, lasse ich diese einfach weg. Beispiele:
Um Abzüge von digitalen Fotos anfertigen zu lassen, sollten die Bildvorlagen je nach gewünschter Abzugsgröße eine bestimmte Mindestauflösung aufweisen. Für eine gute Qualität der Abzüge kann man einen Richtwert von ungefähr 150 DPI (dots per inch) nehmen, optimale Ergebnisse erhält man mit circa 300 DPI. Die daraus für die Standardmaße der Abzüge erforderliche Anzahl an Punkten ist in folgender Tabelle dargestellt.
Man kann erkennen, dass mit einer 2,1 Megapixel Kamera (maximale Auflösung 1600 × 1200 Punkte) Vergrößerungen gut bis zum DIN A4 Format möglich sind; für optimale Ergebnisse im Format 15 × 20 cm hingegen bedarf es schon einer Kamera in der 4 Megapixel Klasse. Beim Ausdrucken auf einem handelsüblichen Farbtintenstrahler sollte man jetzt aber nicht vergessen, dass der angegebene DPI-Wert des Gerätes nicht mit der DPI-Angabe einer Grafik gleichzusetzen ist. In dem Fall ist der dot kein pixel. Der Bildpunkt (pixel) einer Grafik kann jeden beliebigen Wert aus einer Palette von mehreren Millionen Farben annehmen. Die DPI-Angabe eines Druckers hingegeben bestimmt im Normalfall nur den Abstand, mit dem zwei Punkte auf dem Druckmedium nebeneinander gesetzt werden können – unabhängig von deren Farbe. Bei einem Farbdrucker, welchem beispielsweise das CMYK-Farbmodell (cyan, magenta, yellow, black) zugrunde liegt, setzt sich jedoch ein Bildpunkt aus vier einzelnen Farbpunkten (dots) zusammen, analog zu einem Fernsehbild, bei dem ein Bildpunkt durch die Verschmelzung von den drei einzelnen Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) entsteht. Genau genommen ist das aber nur die halbe Wahrheit, da eigentlich mit den oben vier genannten Farben binär nur 16 Farben gemischt werden können. Um mehr Farben darstellen zu können, setzt man beim Farbdruck mit mehreren diskreten Farben eine Rasterdrucktechnik ein. Bei dieser Technik definiert man einen etwas größeren Bereich auf dem Druckmedium als Rasterfeld (z.B. 4×4 dots), um somit auch andere Mischungsverhältnisse einer Farbe (als nur 0 oder 1) zuzulassen. Vereinfacht gesagt entspricht dem Bildpunkt (pixel) einer Grafik also genau ein solches Rasterfeld. Prinzipiell könnte man jetzt durch Angabe der Rasterfeldgröße eine einfache Umrechnungsformel zwischen Grafik- und Druckerauflösung angeben (z.B. Drucker-DPI-Wert geteilt durch 4), gäbe es da nicht diverse druckverbesserende Techniken – wie beispielsweise der Drop-Modulation Technologie von Canon oder auch das leicht versetzte Übereinanderdrucken der einzelnen Farbpunkte – welche den DPI-Wert mehr und mehr zur einem theoretischen Wert degradieren, der nur noch zu Vergleichzwecken zwischen den Modellen der verschiedenen Hersteller angegeben wird. Über das Druckbild sagt die DPI-Angabe oftmals nur begrenzt etwas aus. Bei den bei verschiedenen Fotohändlern in Auftrag gegebenen Digitalabzügen konnte ich keine qualitativen Einbußen im Vergleich zu herkömmlichen Kleinbildfilmen feststellen. Wenngleich mir ein ambitionierte Fotofachverkaufer eindringlich versichert hat, dass da schon »gravierende« qualitative Unterschiede sind; aus eigener Erfahrung konnte ich das nicht bestätigen (aber ich bin ja auch kein Profi). Etwas problematisch ist die Anfertigung von Standardabzügen bezüglich der Seitenverhältnisse: Das klassische Kleinbildformat hat ein Seitenverhältnis von 2:3 (entspricht dem Faktor 0,67 bei einem zugrundeliegenden 24 × 36 mm Negativ) wohingegen die meisten Digitalkameras entsprechend der Bildschirmauflösung von Computern ein Verhältnis von 3:4 (= 0,75) liefern. Damit das Bild nun nicht verzerrt in die etablierten Standardmaße der (Kleinbild-) Abzüge eingepasst wird, kann man das Foto verlustfrei mit einem an den kurzen Seiten befindlichen weißen Rand wiedergeben, oder aber man schneidet ein Stück an den langen Seiten ab; Kodak lässt beispielsweise einen weißen Rand an der schmalen Seite übrig. Die anschließende Tabelle stellt noch exemplarisch eine Preisübersicht für unterschiedliche Abzüge von digitalen Bildvorlagen dar, um eine grobe Vorstellung für die anfallenden Kosten bei Nachbestellungen zu geben. Die Bestellung der Bilder erfolgt dabei über das Internet (per HTTP upload). Die Abzüge bekommt man dann entweder zugeschickt (ist aus zahlungstechnischen Gründen eher selten der Fall) oder man kann sie in einer anzugebenden Filiale des jeweiligen Unternehmens abholen.
¹ zzgl. 1,02 € Bearbeitungsgebühr pro Auftrag (Versandkosten: 2,54 €); Stand: 25.10.2002 Mit einem Farbdrucker kann man die Abzüge natürlich auch selbst anfertigen. Einer der Vorteile für den selbst erstellten Ausdruck – neben dem Umstand, dass man das Ergebnis sofort in Händen halten bzw. verwenden kann – ist die Freiheit gegenüber den handelsüblichen Standardformaten. So kann beispielsweise der Abzug des gerade fertigstellten Panorambilds in der genau erforderlichen Größe erstellt werden. Dabei weiß man insbesondere die Formate eines A3-Druckers zu schätzen. Auf die noch freie Fläche des A4/A3-Bogens können dann platz- und kostensparend weitere Abzüge positioniert werden. In folgender Tabelle habe ich mal eine Auswahl verschiedener Papiersorten zusammengestellt, aus der man sich dann selbst die Einzelkosten für ein Foto (nur Papier, die Tinte bleibt dabei unberücksichtigt) je nach gewünschter Größer ausrechnen kann. Auf ein DIN A4 Blatt bekommt man beispielsweise problemlos vier 9 × 13 cm Bilder, auf einen A3-Bogen naturgemäß die doppelte Anzahl. Die rechte Spalte enthält den Preis pro Papierbogen; der kleine Wert darunter gibt den rechnerischen Preis für ein 9 × 13 Foto an.
Schließlich noch eine kurze Übersicht über einige Sonderpapiersorten (die kleinen Preise in der rechten Spalte entsprechen hier der jeweiligen Einheit auf einem Bogen Papier).
² Vobis, Stand 09.03.2002 ³ Staples Büromarkt, Stand 02.04.2002 |
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