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Wenn es mal wieder nicht nach Arabesques Willen geht, kann sie recht rabiat werden: sie schimpft, nagt wahllos an Gegenständen oder greift mich sogar an. Aber auch wenn sie übermütig ist oder ihr einfach nur langweilig ist, vergreift sie sich an Dingen, die eigentlich tabu sind. Anfangs half noch ein lautes »Nein!« oder ein Verscheuchen mit der Hand. Letzteres richtete allerdings ihren Unmut direkt gegen mich, was das ein um's andere Mal Kratzer oder Bissspuren auf meinen Händen zur Folge hatte. Mein Tierarzt riet mir bei solchem Verhalten dem Kaninchen »eins mit der Wasserpistole zwischen die Augen zu geben« (O-Ton), wobei das »zwischen die Augen« natürlich nicht wörtlich zu nehmen ist. Wichtig dabei ist, dass der »Abschuss« unmittelbar mit der Tat erfolgen muss, da sonst das Tier Ursache (verbotene Aktion) und Wirkung (unangenehmes Nass) nicht miteinander in Zusammenhang bringen kann.
Wie sich herausstellte, war das Ganze ein sehr wirkungsvolles Vorgehen, dass seinen Zweck erfüllte. Auch von einer Bekannten erfuhr ich nachträglich, dass sie die Methode mit der Wasserpistole bei ihrer Katze erfolgreich anwendet. Angenehmer Nebeneffekt war zudem, dass sich der Unmut des Kaninchens jetzt nicht mehr gegen mich richtete. Vielmehr war es danach damit beschäftigt, sich zu putzen und trocken zu lecken. Interessant war auch zu beobachten, dass das Tier schon nach kurzer Zeit den Zusammenhang erkannte: teilweise brauchte ich nicht einmal mehr abzudrücken: es reichte schon das Geräusch aus, welches die Wasserpistole beim in die Hand nehmen machte, und die Kaninchendame lies beispielsweise von dem Vorhang ab und suchte das Weite. Das Klappern mit der Pistole, ohne dass sie etwas verbotenes machte, führte nicht zu dieser Reaktion. Da Kaninchen sehr anfällig gegen Temperaturschwankungen sind, sollte man darauf achten, das Tier nicht völlig zu durchnässen, damit es sich nicht erkältet (oder es zumindest dann gleich trocken zu reiben). |
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