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Zweimal pro Jahr, im Frühling und Herbst wechseln Kaninchen ihr Fell. Dieser Vorgang kann bei Wohnungskaninchen wegen der mehr oder minder konstanten Klimatisierung mitunter mehrere Monate dauern, wodurch leicht der Eindruck entstehen kann, dass der Fellwechsel sich über das ganze Jahr erstreckt. In Antimonits Jugend habe ich ihm dann immer mit den Fingern den losen Flaum aus dem Fell gezogen. Die alten Haare sind bei dem schwarzen Fell des Farbenzwergs leicht als graue oder weiße Büschel auszumachen. Da allerdings bei den letzten Wechseln der Fellausstoß zugenommen hat und sich über einen längeren Zeitraum erstreckte (der Zwerg wurde erwachsen), habe ich mir in der Tierhandlung einen Gummistriegel und einen Kamm gekauft.
Anfänglich nahm Antimonit vor dem Gerät reißaus.
Seit ich ihn allerdings einmal damit »bearbeiten« konnte, kann er gar nicht genug davon bekommen. Geduldig lässt er die Prozedur über sich ergehen und bekundet sein Wohlbefinden, indem er mir ausgiebig meine Hand oder den Arm abschleckt.
Oben ist neben den Werkzeugen auch die »Ausbeute« einer Pflegesitzung mit Rudi während einer Hauptwechselphase zu sehen. Die losen, herausstehenden Büschel (oben an den weißen Enden zu erkennen) ziehe ich mit der Hand ab; ansonsten verwende ich hauptsächlich den Kamm. Der Striegel dient dazu, am Ende die losen Haare von der Deckschicht einzusammeln.
Das Foto links zeigt Arabesque während eines Fellwechsels. Deutlich ist die Linie zwischen dem neuen, in dem Fall dunkleren (oben) und dem altem, helleren Fell (unten) zu sehen; die Linie beginnt meist oben auf dem Rücken und wandert mit der Zeit weiter nach unten.
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