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Sowohl bei Antimonit als auch bei Arabesque konnte ich eine gewisse Vorliebe für jegliche Art von Stoffen feststellen. Seien es Gardinen, Vorhänge, Wolldecken oder ein achtlos herumliegendes Handtuch: es wird an den Textilien genagt, gescharrt und herumgezerrt. Dabei legen die kleinen Nager¹ eine unerwartete Ausdauer an den Tag. Es kommt nicht selten vor, dass sie sich bis zu einer halben Stunde, nahezu ununterbrochen mit dem Textil beschäftigen. Das habe ich mir zunutze gemacht, wenn Arabesque mal wieder unerlaubterweise an den Vorhängen oder Gardinen nagt. Dann gebe ich ihr ein altes ausgemustertes T-Shirt zum Spielen. Das ist allemal interessanter als der gerade hängende Sichtschutz: denn je unordentlicher man es ihr auf den Boden legt, desto mehr Spaß macht das ganze.
Mit der Zeit ist dieses T-Shirt dann zu ihrem Spiel- und Schmusetuch geworden. Sie zupft nicht nur daran, sondern schleppt es auch oft herum: eine Ecke im Mund und mit dem Rest zwischen den Beinen geht es dann im vollen Galopp durch's Zimmer (ein recht amüsantes Bild, wenn man in obigem Bild mal die Größe des Textils mit dem des Kaninchens vergleicht). Ich habe dann auch nicht schlecht gestaunt, als sie eines Abends (im Zuge ihrer Nestbau-Aktion) das ganze T-Shirt in ihren Käfig gezerrt hatte.
¹ Nur bevor jetzt wieder jemand in das Gästebuch einträgt, dass Kaninchen keine Nager sind: mir ist bekannt, dass Kaninchen zu den hasenartigen Tieren gehören. Die Verwendung des Begriffs erfolgt hier auch nicht so sehr im tierkundlichen Sinne, sondern eher im verhaltensmäßigen (so wie »Kläffer« oder »Schmuserchen« ).
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