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Eine Zeitlang hatte ich eine Wolldecke über dem Käfig von Arabesque und Rudi hängen, um die beiden vor temporärer Zugluft zu schützen. Hauptsächlich Arabesque hatte dann gerne eine Ecke der seitlich bis zur Plastikschale des Käfigs herunterhängenden Decke durch die Gitterstäbe nach innen gezogen und daran gekaut oder mit den Vorderpfoten darauf gescharrt. Ich habe mir diesbezüglich keine weiteren Gedanken gemacht – wenn sie nun mal damit spielen möchte –, bis ich eines Sonntagmorgens durch einen gewissen Tumult im Käfig wach geworden bin. Irgendwie war ungewöhnlich viel Bewegung im Käfig zu hören. Die kleinen Kaninchenfüßchen klapperten ziemlich andauernd mit den Krallen auf dem Plastikboden des Käfigs. Als ich mich dem Käfig näherte und dann reinschaute, konnte ich noch nichts ungewöhnliches entdecken: Rudi stand auf der einen Seite des Käfigs, Arabesque in der Ecke mit der Decke, ein paar Fransen auf dem Kopf und schaute mich mit großen Augen an. Bis auf die fast hilfesuchend drinblickenden Augen nichts ungewöhnliches. Erst als sie sich nach ein paar Sekunden versuchte zu mir zu bewegen, habe ich das Problem erkannt: sie hatte sich durch die Decke durchgebissen und hatte nun das Textil um ihren Hals hängen. Dadurch, dass nur ein Teil der dicken Decke durch die Gitter passte, hielt sie die restliche Masse der Decke in der Ecke gefangen; ihre Ohren verhinderten, dass sie ihren Kopf rückwärts aus der Umklammerung ziehen konnte. Nachdem ich sie befreit hatte, musste sie sich erst mal ausruhen, da die Befreiungsversuche auf dem glatten Käfigboden wohl doch etwas anstrengend waren. Ich möchte nicht wissen, wie lange sie da schon festgesessen ist. Das war auf jedenfall ein Lehre für mich, den Kaninchenlebensraum zukünftig noch etwas argwöhnischer hinsichtlich potenzieller Gefahren zu überprüfen. |
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