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Die kleine Arabesque tut sich im Gegensatz zu Antimonit seinerzeits (d.h. als sie noch ganz jung war) etwas schwerer mit der Stubenreinheit. Sie nimmt es mit der Reinlichtkeit, für die Kaninchen ja bekannt sind, sehr genau: »Nichts kommt in meinen Käfig!« Nun, ganz so schlimm ist es nicht. Bisweilen sitzt sie halt einfach gedankenverloren in einer Ecke und vergisst ganz auf ihre Toilette zu gehen (sie ist ja auch noch jung). Während die (trockenen) Kotkügelchen noch leicht hinter ihr aufzusammeln sind, ist es mit dem »kleinen Geschäft« schon schwieriger. Um das Missgeschick vom Teppichboden zu beseitigen, hatte ich anfangs Fleckentferner genommen. Mit dem Resultat war ich allerdings nicht so recht zufrieden, zudem bei der Prozedur noch ziemlich viel Schaum entstanden ist, der dann im Teppich festgetrocknet ist. Besser geht es mit Essigessenz: ein paar Tropfen genügen und lassen sogar schon eingetrocknetes Urin kurz aufschäumen, so dass es mit einem Lappen oder Tuch gut aufgesaugt und weggewischt werden kann.
Essigessenz benutze ich übrigens auch, um Urinstein vom Käfigboden zu entfernen. Klappt prima: Ein Küchenpapier mit dem Essig tränken und auf die verschmutzte Fläche legen (haftet auch an den Seitenwänden). Das Ganze dann zwei bis drei Minuten einwirken lassen und mit einem trockenen Küchenpapier rückstandslos wegwischen. Aber Vorsicht: Kaninchen haben eine sehr empfindliche Nase! Der Käfig muss danach unbedingt gründlich mit Wasser ausgewaschen werden (ich putze den Käfig danach erst mit etwas Spülmittel und dann mit viel Wasser nach).

Arabesque auf ihrer Toilette.
Um ein Zwergkaninchen stubenrein zu bekommen, wird in der Literatur immer angegeben, im Zimmer ein Katzenklo als Toilette aufzustellen und es mit einigen Kotkügelchen aus dem Einstreu zu füllen. Während Antimonit so etwas nicht benutzt oder gebraucht hat – er ist dafür immer in seinen Käfig gegangen – hatte Arabesque diese Einrichtung erst so im Alter von 14 Wochen angenommen; dann aber als nahezu ihre einzige Toilette. Wenn ich sie Morgens oder nach der Arbeit aus dem Käfig lasse, geht sie als erstes auf ihr »Töpfchen« und macht sich dann auf Erkundungstour durch die Wohnung. Im Käfig findet sich nur äußerst selten ein verlorenes Kotkügelchen oder eine vom Urin nasse Einstreustelle. Dieses Verhalten hängt sicherlich auch damit zusammen, dass sie schon von kleinauf an viel Auslauf und damit die Möglichkeit hatte, ihr Geschäft außerhalb des Käfigs zu verrichten. Ich hatte auch mal versucht, eine solche Toilettenecke in ihrem Käfig einzurichten, allerdings hatte sie diese nicht angenommen. – Als wir umgezogen sind und die Tiere in einer neuen Umgebung gelebt hatten, hatte sich das stille Örtchen von Arabesque und Rudi in einer Ecke des Käfigs etabliert.
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