Wie auf der Eingangsseite zu sehen und beschrieben, fuhr ich ab August 2003 für gute 6 Monate ein smart roadster-coupé. Wie bereits zu dem city-coupé soll es auf dieser Seite in gleicher Manier persönliche Erfahrungen zu dem Fahrzeug geben. Da sich bereits jetzt schon abzeichnet, dass man beim roadster wie schon seinerzeit beim city-coupé mit einigen Vorurteilen zu kämpfen hat, werde ich bei meinen Ausführungen nicht umhin kommen, für das kleine Spaßmobil die ein oder andere Lanze zu brechen.

Obwohl für den Ostersamstag (2003) Regen vorhergesagt wurde, hatten wir Glück und es blieb alles trocken, wenn auch es etwas zu kühl war, um offen zu fahren ...

Es sei vorweggenommen: die eine Stunde für die Probefahrt war leider viel zu kurz um alle Features des smart roadster-coupés zu testen. Dennoch, der Gesamteindruck war einfach genial und ich habe es auch nach der Probefahrt noch nicht bereut, den Wagen bestellt zu haben. Trotz der kurzen Testphase ein paar Worte zu Dingen, die mir aufgefallen sind bzw. auf die ich explizit geachtet habe.

Motorklang. Noch beim Verlassen des smart-center Geländes stand fest: der Motor hat einen voluminöseren und knackigeren Sound als das city-coupé. Die Akkustik stimmt!

Servolenkung. Die in einem smart-Forum gemachte Aussage, durch die Servolenkung gehe das Gefühl zur Straße verloren halte ich für ungerechtfertigt. Zumindest konnte ich davon nichts merken. Im Gegenteil: die Lenkung ist sehr direkt, reagiert sofort und lässt einen immer den Fahrbahnkontakt spüren. Zugegebnermaßen dürften die beiden zuerst genannten Punkte für den ein oder anderen etwas ungewohnt sein. Ich finde, man hat das Verhalten aber recht schnell verinnerlicht.

Schaltung. Die Schaltzeiten sind im Vergleich zum city-coupé merklich verkürzt worden. Auch am Automatik-Modus wurde nachgebessert. Ich hatte den Eindruck, dass das Getriebe bzw. dessen Steuerung in bestimmten Situationen etwas weniger verwirrt war (vgl. den Abschnitt zum smart city-coupé), wenn auch die Probleme nicht ganz verschwunden zu sein scheinen. Für genauere Aussagen war allerdings die Probefahrt zu kurz, zumal es viel mehr Spass gemacht hat, die Lenkradschaltung zu nutzen, die ich ja schon vom city-coupé her kannte (vgl. auch den entsprechenden Abschnitt unten).

Leistung. Sicherlich nicht die eines Mercedes SLR, aber meiner Meinung nach völlig ausreichend. Vor allem im ersten Gang geht der roadster ab wie die sprichwörtliche Rakete. Hier wird im Gegensatz zum city-coupé der rote Bereich auch erst bei 52 km/h erreicht (beim city-coupé 45 km/h). Die Anmerkung der Fachpresse eines schwachen Durchzugsvermögen unter 4.000 Umdrehungen konnte ich bestätigen. Der roadster möchte mit etwas höherer Drehzahl gefahren werden. Was aber nicht heißen soll, dass darunter gar nichts geht; schlechter als beim city-coupé habe ich es nicht empfunden.

Höchstgeschwindigkeit. Die angegebenen 180 km/h für das roadster-coupé kann ich nach Tacho bestätigen. Gerader, ebener Autobahnabschnitt: die Tachonadel verharrte auf 180; gefühlsmäßig wird nicht abgeriegelt, der Wagen gibt einfach nicht mehr Leistung her.

Tempomat. Befindet sich am Scheibenwischhebel. Die Bedienung ist recht intuitiv: Über ein Stellrad wird die Geschwindigkeit gesetzt. Deaktiviert wird der Tempomat entweder beim Betätigen der Bremse oder durch Drücken des halbkügelförmigen Akzentteils am Ende des Hebels.

Bremsen. Den Pedalweg bis zu dem Punkt, an dem die Bremse richtig greift, habe ich im Testfahrzeug als zu lang empfunden. Mein smart city-coupé reagiert da wesentlich früher. Ich denke mal, dass das jedoch eine Einstellungssache ist und dass man da nachbessern kann. (Vielleicht ist dieser »lange« Weg auch erforderlich, damit der Bremsassistent die schnelle Bewegung beim Betätigen des Bremspedals korrekt ermitteln kann ...)
Die Bremsleistung an sich ist allerdings nicht von schlechten Eltern: 35,4 m Bremsweg aus 100 km/h kalt (leer); Vergleichswerte für den BMW Z4 3.0i SMG und den Porsche Boxster sind 35,4 m bzw. 36,1 m. ¹

Federung. Gut. Zumindest rein subjektiv nicht schlechter als die des city-coupés und das ist für einen Roadster nicht schlecht. Das werden mir sicherlich auch all diejenigen bestätigen können, die schon mal in einem Opel Speedster (mit-) gefahren sind :-)
Hier muss man natürlich anmerken, dass die Erwartungen an ein Auto, insbesondere an einen Roadster, bzgl. Komfort und Ferderung doch recht unterschiedlich sind. Da gibt es auf der einen Seite die Puristen (vgl. Speedster) auf der anderen die komfortsuchenden (vgl. SL). Für mich persönlich wurde im smart roadster-coupé genau die richtige Mischung umgesetzt. Der längere Radstand im Vergleich zum city-coupé macht sich hierbei zusätzlich positiv bemerkbar (weniger »Aufschaukeln«).

Ledersitze. Befürchtungen eines Forum-Kommentators, dass man auf den Ledersitzen in scharfen Kurven rutscht, kann ich nicht bestätigen. Die Seitenführung ist gut; man sitzt bequem und »rutschfest«.

Armauflage. Sie wirkt optisch etwas aufgesetzt (»Raumschiff-Look«), war in meinem Testfahrzeug beim Anpacken auch ziemlich wackelig (nicht richtig montiert/gelockert?), passt aber von der Ergonomie beim Fahren hervorragend und lies sich zu meiner Überraschung sogar öffnen (kleines Ablagefach).

Windgeräusche. Sie traten ab ca. 80 km/h – bei geschlossenem Verdeck wohlgemerkt – verstärkt zunehmend auf. Ein Blick auf die von auto · motor · sport¹ gemessenen Innengeräusche scheinen das ganze aber zumindest bis 100 km/h zu relativieren (vielleicht war auch einfach nur der direkte Wechsel etwas zu krass: wir sind zum smart-center mit einem Mercedes CLK Coupé gefahren :-)):

Innengeräusche
in db(A)
smart
roadster
BMW Z4
3.0i SMG
Porsche
Boxster
bei 50 km/h 65 67 72
bei 80 km/h 69 70 71
bei 100 km/h 74 72 72
bei 120 km/h 78 73 76
bei 130 km/h 80 75 77
bei 140 km/h 82 77 78

Ich habe nach der Fahrt meinen Kundenberater auf die Windgeräusche hin angesprochen. Ihm sei das bei den Schulungsfahrten nicht so extrem vorgekommen. Er meinte, dass das auch eine Einstellungssache der Seitenholme sein könnte; er werde bei dem Fahrzeug mal genauer darauf achten.
Meiner eigenen Erfahrung nach kann tatsächlich ein falsch eingestelltes »Anbauteil« ziemliche Zusatzgeräusche erzeugen: Ein falsch justiertes Front-Panel an meinem city-coupé hatte auch ab ca. 80 km/h extreme Windgeräusche verusacht (Verwirbelungen an der modellgepflegten Zwei-Augen-Scheinwerfer-Optik). Nach einem Werkstattbesuch waren sie komplett verschwunden.

Zwei Tage nach meiner smart roadster-coupé-Testfahrt bin ich einen Madza MX-5 NA mit geschlossenem Soft-Top gefahren, bei dem leichte Windgeräusche erst ab ca. 120 km/h aufgetreten sind. – Ich glaube fast, dass bei dem smart etwas nicht richtig eingestellt war.

Auch bleibt abzuwarten, wie die Geräuschentwicklung mit dem Hardtop ist. Leider sind ja derzeit noch keine Fahrzeuge mit einem festen Dach verfügbar. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die etwas leiser sind. – Nachtrag: mittlerweile habe ich ja mein Fahrzeug mit Hardtop: da finde ich die Geräusche nicht mehr ganz so störend; nach meinem subjektiven Empfinden wird es erst so ab 160 km/h »laut«.

Autoradio mit Sound-Paket. Nach den Windgeräuschen zweiter Wermutstropfen: es war nach meinem Empfinden ziemlich schwach, was sich irgendwie nicht mit den Erfahrungen anderer Testfahrer (vgl. smart roadster Forum) deckt. Ergänzend sollte ich vielleicht noch hinzufügen, dass ich persönlich mit dem werksseitigen Autoradio plus Sound-Paket im city-coupé vollauf zufrieden bin. Und im roadster soll ja das gleiche Radio bzw. Sound-Paket stecken. Nunja, ganz wohl doch nicht, da im city-coupé ein dicker Lautsprecher mit Bassreflektorbox im Fußraum des Beifahrers untergebracht ist; im roadster hingegen ist das Äquivalent auf die beiden Türen verteilt. Zugegebenermaßen haben wir während der Fahrt auch nur kurz reingehört und etwas an den Höhen und Tiefen herumgespielt. Auch hatten wir keine CD mit guter »Vergleichsmusik« zur Hand. Daher möchte ich zu diesem Punkt mal keine vorschnellen Schlüsse ziehen und mir das ganze lieber noch einmal in Ruhe anhören.

Zum Platzangebot gibt es weiter unten einen eigenen Abschnitt.

¹ Quelle: auto · motor · sport (6/2003, 9/2003)

Darunter versteht man die acht Punkte, welche eine Gruppe von Designern, Technikern und Marktingleuten im Brainstorming aufgestellt hatten und damit die erste Definition des smart roadster gegeben haben. Einzelne Punkte tauchen bisweilen in den roadster Prospekten auf. Aber spätestens seit der Markteinführung des roadster am 11.04.2003 dürften sie jedem Interessenten in Form der kleinen silbernen, jeweils mit einem Manifest bedruckten Blechscheiben bekannt sein:

  1. Geschwindigkeit wird am Puls gemessen.
  2. Fahrspaß hat nichts mit PS zu tun.
  3. Halbes Gewicht verdoppelt die Performance.
  4. Je tiefer der Schwerpunkt, um so schöner die Kurven.
  5. Schönheit ist eine Frage der Proportionen.
  6. Der kürzeste Weg ist unmoralisch.
  7. Wer innovativ ist, kennt keine Kompromisse.
  8. Wer fühlen will, muss fahren.

Die Herstellerangaben in untenstehendem Diagramm entsprechen der EG-Richtlinie 1999/100/EG.

Im Vergleich zum city-coupé ist das zweite Modell der wachsenden smart-Familie offenkundig in den Außenmaßen breiter und länger geworden, hingegen in der Höhe extrem geschrumpft: nur 1.192 mm misst der roadster. Wie sieht es da mit dem Raumangebot aus? Kritiker bemängeln oftmals (ohne Probesitzen) die geringe Größe des Fahrzeuges. Ihnen sei nur geraten (wie auch schon damals bei der Einführung des city-coupés), sich einfach mal in das Fahrzeug reinzusetzen – sie werden überrascht sein. Zugegeben, der Einsteigvorgang ist nicht ganz einfach. Allerdings darf man bei einem (flachen) Sportwagen auch nichts anderes erwarten. Oftmals geäußerte Probleme beim Einsteigen mit angeschlagenen Köpfen am Seitenholm des geschlossenen Verdecks konnte ich (184 cm groß) und ein Arbeitskollege (190 cm) allerdings nicht bestätigen. Der Innenraum ist überraschend groß; nach meinem subjektiven Empfinden sogar größer als im city-coupé. Das trifft zumindest zweifelsohne auf den Fußraum des Beifahrers zu. Lediglich die Kopffreiheit war im city-coupé größer, obwohl man sie im roadster keinesfalls als gering bezeichnen darf: die Innenhöhe misst 950 mm. Zum Vergleich ein paar Werte anderer Automobile¹: Porsche 911 GT3: 925 mm; Audi A3: 960 mm (hinten 900 mm); Cadillac CTS: 945 mm (910  hinten).

¹ Quelle für alle Innenhöhen: auto · motor · sport (6/2003, 8/2003, 9/2003)


Lenkrad seitl., 90° gedreht
Bilder: noch city-coupé
Seit der Modellpflege des city-coupés im Frühjahr 2002 hat der Käufer eines Neuwagens der Marke smart neben der Automatik (softouch) und der serienmäßigen sequentiellen Schaltung (softip) eine dritte Möglichkeit bekommen, die Wahl der Getriebeübersetzung während des Fahrens vorzunehmen: eine Lenkradschaltung. In klassischer Formel-Eins-Manier hat das Lenkrad rechts und links zwei Wippen bekommen, mit denen durch heranziehen an das Lenkrad (ähnlich der Lichthupe) ein Gang herunter- (links) oder heraufgeschaltet (rechts) werden kann. Vom Prinzip her funktioniert die Schaltung eigentlich genau wie die Softip-Variante, nur dass jetzt nicht mehr die Hände vom Lenkrad genommen werden müssen. Zurück in den Automatikmodus schaltet man weiterhin mit dem Knopf am Schalthebel. Die smart-Fahrerin bzw. der smart-Fahrer können damit je nach Laune oder Verkehrslage den Wagen in drei verschiedenen »Modi« fahren.

Ganz unproblematisch ist die ausschließliche Nutzung der Lenkradschaltung allerdings nicht, denn im Gegensatz zu den Hebeln für Licht und Scheibenwischer drehen sich die Wippen mit dem Lenkrad mit. Gerade in engen Kurven, in denen man die Hände beim Lenken umsetzen muss, weil das Lenkrad mehr als 180° gedreht werden muss, kann beim Neuling dieser Art des Schaltens mitunter schon einmal Verwirrung entstehen: Welche der Wippen befindet sich denn gerade in der Nähe der sonst üblichen Hand für's Herunter- bzw. Heraufschalten? Beim Herausbeschleunigen aus einer engen Kurve ist dann für den ersten Hochschaltvorgang die Wippe auch häufig noch nicht da, wo man sie eigentlich ergonomisch am günstigsten erwarten würde. Aber das ist schließlich alles eine Frage der Gewönung und letzendlich: man hat ja die Wahl.

Nachdem ich Kollegen und Bekannten von meiner Absicht erzählt hatte, ein smart roadster-coupé zu kaufen, habe ich sehr häufig die Aussage hören müssen, dass das Auto zwar toll aussieht, aber doch ziemlich teuer ist. Anfangs war ich der gleichen Meinung. Dann habe ich mir mal die Mühe gemacht und ein bißchen im Internet gestöbert. Herausgekommen ist eine PDF-Datei [17 KB] Vergleichsliste, in welcher der smart roadster und sein Bruder das roadster-coupé bezüglich Preis und technischer Daten seinen »Mitbewerbern«, dem Mazda MX-5, Fiat Barchetta, Toyota MR2, Peugeot 206CC und Ford Streetka, gegenübergestellt ist. Damit kann sich eigentlich jeder selbst ein Bild von »zu teuer« machen – von der Theorie her zumindest. Dennoch möchte ich ein paar Werte kommentieren bzw. dazu anregen, mal über die ein oder andere nüchterne Zahl nachzudenken.

Mir gegenüber wurde oft geäußert: So viel Geld für ...

... einen so kleinen Kofferraum? Das liegt weniger am smart als vielmehr am Naturell eines Roadsters. Wenn man viel Stauraum will, dann legt man sich einfach keinen Roadster sondern lieber einen Kombi zu. Im Vergleich zu den anderen Modellen schneidet der smart da nicht unterdurchschnittlich schlecht ab. Persönlich lege ich ja immer das roadster-coupé zugrunde und da sieht es vergleichsweise gar nicht schlecht aus.

Ebenso verhält es sich auch mit der Höhe des Wagens und dem daraus resultierenden, für den ein oder anderen etwas schwierig zu bewältigendem Ein-/Ausstiegsmanöver. Das ist kein »Nachteil« den man dem smart vorwerfen darf, sondern – wenn überhaupt – generell allen Roadstern oder Sportwagen. Wem das Platznehmen aus welchen Gründen auch immer zu mühseelig oder umständlich ist, der sollte dann vielleicht besser eine einstiegstechnisch günstiger gelegenes Fahrzeug wie beispielsweise die A-Klasse fahren.

Das Auto ist ja so flach, da wird man aber leicht von anderen Autos oder LKWs übersehen. – Hatte ein Kollege mir gegenüber kritisiert, für den Motorradfahren das Nonplusultra ist ... :-)

... so wenig Leistung? Das hängt davon ab, was man möchte. PS-Fetischisten wird die Motorleistung des smart roadster nur ein müdes Lächeln abgewinnen. Auch das Leistungsgewicht, mit welchem smart ja kräftig Werbung macht, ist unter den Vergleichsfahrzeugen nicht der Spitzenreiter, wenn auch er im Vergleich zu »normalen« Automobilen sicherlich ziemlich gut da steht: z.B. hat der Audi A3 1.6 für 18.850 € ein Leistungsgewicht von 16,1 kg/kW oder der VW Golf 1.6/75 kW für 17.550 € hat ein Leistungsgewicht von 14,0 kg/kW.
Der Spruch mag zwar mittlerweile abgedroschen sein, aber ich finde nach eigener Erfahrung trifft er den Nagel wirklich auf den Kopf: Geschwindigkeit wird am Puls gemessen. Und den kann man mit dem smart roadster ziemlich hochtreiben. Außerdem legt man sich meiner Auffassung nach ja einen Roadster auch nicht zu, um über die Autobahn zu bügeln, oder? Der Fahrspass steht im Vordergrund und nicht die Höhe der Motorleistung auf dem Papier bzw. der Endgeschwindigkeit (wenn auch es den ein oder anderen geben mag, dessen Fun-Faktor sich nur über diese Werte definiert und ob er beim Start an der Ampel vorne liegt ...). Mal ganz davon abgesehen, dass die Beschleunigung des roadster an sich gar nicht so schlecht ist, wenn man sich mal die Elastizität aus dem Vergleichstest smart roadster vs. Mazda MX-5 vs. MG TF in auto · motor · sport Heft 10/2003, Seite 87 anschaut: 60-100 km/h [s]: 7,3 vs. 13,1 vs. 10,5; 80-120 km/h [s]: 12,3 vs. 20,0 vs. 18,5. Der nüchterne Beschleunigungswert von 0-100 km/h wird beim smart offenbar durch die oft kritisierten »langen« Schaltpausen und das sich anschließende Turboloch verlängert – die Werte ohne Schaltvorgang sind hingegen recht gut (wenn auch man nicht umhin kommt, irgendwann einmal schalten zu müssen :-)).

Vielleicht sollte man sich in der Liste auch mal den Wert für die Reichweite anschauen der ja direkt über den Verbrauch und indirekt über die Leistung zustande kommt ... und wenn man schon dabei ist auch mal auf die CO2 Emission ... Fahrspass ökologisch vertretbar ... ?

Zudem den smart roadster mit den Leistungsdaten der Roadster von Mercedes, BMW oder Porsche zu vergleichen halte ich für etwas unangebracht, da die doch ganz offenkundig in einer anderen Liga spielen. Das müsste jedem einleuchten, wenn er sich mal in obiger Liste auf Seite 3 die Preise für diese Fahrzeuge anschaut und dann darüber nachdenkt, was man alles für einen solchen Preis erwarten kann. Nichtsdestotrotz finde ich es äußerst erfreulich, dass Ausstattungsmerkmale wie beispielsweise ESP, elektronischer Bremsassistent, Drive-Lock, Blinker mit Komfort-Tippschaltung, Coming-Home-Beleuchtung, Regen- und Lichtsensor, oder Tempomat, welche allgemeinhin eher in eben angesprochener Klasse zu finden sind, auch für den smart roadster geordert werden können bzw. sogar schon Serienausstattung sind; das ist bei manchem »Mitbewerber« nicht der Fall.
Nicht zu sprechen von der Sicherheitsausstattung oder dem sagenhaften Bremsweg von 35,4 m (vgl. Technische Daten), der gut mit Werten aus der Oberklasse mithalten kann.

... ein Plastikauto/Spielzeugauto? Für mich nicht ganz nochvollziehbar ...
Kommt das Vorurteil vom Innenraum? Andere Hersteller verbauen in ihrem Innenraum auch Kunststoff und das mitunter in höherem Grad, mit geringerer Qualität und weniger ästhetisch. Man sollte auch hier die richtigen Maßstäbe ansetzen: zwischen einem smart Innenraum und dem einer E-Klasse liegen doch einige tausend Euro Differenz, also hier die Erwartungshaltung nicht zu hoch setzen; vgl. z.B. auch A-Klasse vs. C-/E-Klasse. Mal ganz davon abgesehen, dass das Empfinden für Materialien und deren Wirkung doch bisweilen recht subjektiv ist.
Die Außenhaut?
Bildquelle: smart.com
Stoßstangen und das ein oder andere Zierelemente sind auch bei anderen Fahrzeugen aus Plastik. Und optisch unterscheiden sich die Kunststoff-Bodypanels nicht von lackiertem Blech. Praktisch gesehen hingegen schon: schon mal eine smart-Tür mit einer Delle gesehen?
Und an den Innereien kann es ja wohl nicht liegen. Das ist eine solide Konstruktion (vgl. Abbildung) mit dem Innenleben, wie es auch in jedem anderen Automobil zu finden ist.

Letztendlich der Preis an sich: im Vergleich zu den »Mitbewerbern« aus der Liste ist er rein vom Betrag her keinesfalls ein Himmelsstürmer. Und was man auch nicht vergessen darf: in dem Preis ist zusätzlich noch ein schickes Design enthalten :-)

Motor/Bauart 3-Zylinder-SUPREX-Turbomotor
mit Ladeluftkühlung (im Heck)
Hubraum in cm³ 698
Zylinder / Ventile pro Zylinder 3 / 2
Max. Leistung in kW bei 1/min 60 / 5.250
Max. Drehmoment in Nm bei 1/min 110 / 3.000
Höchstgeschwindigkeit in km/h 180
Beschleunigung 0-100 km/h 10,9
Bremsweg in m / Verzögerung in m/s²   ¹ 35,4 / 10,9
Räder vorne / hinten 6 J × 16 / 7 J × 16
Reifen 205/45 R 16
Fahrzeuglänge / -breite / -höhe in mm 3.427 / 1.615 / 1.192
Spurweite vorne / hinten in mm 1.357 / 1.392
Radstand in mm 2.360
Wendekreis in m 10,7
Leergewicht in kg 810
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 1.030
Gepäckraumvolumen in l 59 vorne, 189 hinten, 248 gesamt
Tankvolumen / davon Reserve in l 35 / 5
¹ Quelle: auto · motor · sport (6/2003; Messung mit dem smart roadster)